Markt Grafengehaig

Markt Grafengehaig – Aktuelles

Neujahrsempfang des Marktes Grafengehaig am 10.01.2016

Stefanie Pfaffenberger und Firma Krumpholz Werkezeuge geehrt

Bayerische Ehrenamtskarte in Gold für Egon Barth

Unser Bild zeigt (von links) Grafengehaigs Bürgermeister Werner Burger, Stefanie Pfaffenberger, Landrat Klaus Peter Söllner, Elke Krumpholz, Marktleugasts Bürgermeister und VG-Vorsitzender Franz Uome, Claus Krumpholz senior und junior sowie den Schützen-Vorsitzenden Manfred Huhs und Egon Barth.

Voll besetzt war beim Neujahrsempfang des Marktes Grafengehaig am Sonntagvormittag die Wirtsstube der Frankenwaldhalle. Wie alle Jahre zeichnete Bürgermeister Werner Burger bei dieser Gelegenheit verdiente Mitbürger für ihr Schaffen und Tun. Es waren Stefanie Pfaffenberger aus Walberngrün sowie Claus, Elke und Claus Krumpholz junior von der gleichnamigen Firma Krumpholz Werkzeuge aus Guttenberger Hammer. Landrat Klaus Peter Söllner überreichte bei dieser Gelegenheit dem Grafengehaiger Egon Barth die Bayerische Ehrenamtskarte in Gold.

Stefanie Pfaffenberger ist eine bayernweit sehr erfolgreiche Mountainbikerin aus Walberngrün und startet für den FC Wüstenselbitz. Sie betreibt den Sport seit 2007 und ist Bayerische Meisterin im Cross Country, Sprint sowie Marathon. Sie feierte Gesamtsiege in der Alpin Cup Serie Oberfranken, der landesweiten Bayernliga Serie und der Franken Cup Serie Mittel- und Oberfranken. "In ihrer Altersklasse ist sie damit die Nummer eins in Bayern", lobte das Gemeindeoberhaupt. Werner Burger überreichte der jungen Walberngrünerin ein Buchgeschenk und Präsent.

Seit 1799 fertigt die Firma Krumpholz Werkzeuge im Ortsteil Guttenberger Hammer, heute in der achten Generation. Bei einem Festakt in Berlin wurde das Unternehmen Krumpholz Werkzeugfabrikation am 26. November 2015 von Dr. Florian Langenscheidt mit dem Titel "Marken des Jahrhunderts - Stars 2016" ausgezeichnet. Die Marke Krumpholz gehört damit zu den rund 250 deutschen Marken, die zur Königsklasse der Marken der deutschen Wirtschaft zählen und somit zu den Sternen am Markenhimmel. Elke Krumpholz freute sich über einen Blumenstrauß und Claus Krumpholz senior über ein Gemeindewappen.

Die Schützengesellschaft (SG) Marktleugast beantragte für ihren Schützenkameraden Egon Barth aus Grafengehaig die Bayerische Ehrenamtskarte in Gold. Barth ist seit 1969 Mitglied der SG und hat sich außerordentliche Dienste um den Schießsport erworben. Er ist seit 1984 ununterbrochen Schützenmeister, war von 2000 bis 2010 Hauptkassier. Egon Barth ist als einer der besten Schützen der Region eine wesentliche Stütze im Verein, "Hausmeister" des Schießhauses und leistete seit 1975 unzählige Arbeitsstunden für notwendige Unterhaltungsmaßnahmen. Seine ehrenamtlichen Leistungen wurden mit hohen Auszeichnungen des Vereins und des Bayerischen Sportschützenbundes gewürdigt. Landrat Söllner überreichte Barth die Ehrenamtskarte persönlich.

Bürgermeister Werner Burger blickte bei seinem Willkommen aus den Fenstern der Gaststätte auf die leerstehende Firma Horn, in die es gilt neues Leben zu bringen. Trotzdem der Markt Grafengehaig mit knapp 900 Einwohnern zu den kleinen Kommunen zähle habe sie vielfältige Aufgaben zu schultern, sagte Burger. Um die Finanzen wieder in Ordnung zu bringen habe man die Konsolidierung gelebt und sehe Licht am Ende des Tunnels. Der Markt sei auf dem besten Weg wieder die Leitungsfähigkeit zu erlangen und werde 2016 einen genehmigten Haushalt haben. Werner Burger freute sich, dass die Aufsichtsbehörde, dass Landratsamt Kulmbach den Weg mitging. Trotzdem wurde viel geschafft. Projekte waren der Straßenbau Schindelwald-Vollaufhof mit Erneuerung der Wasserleitung und die Asphaltierung der sehr maroden Seifersreuther Straße in Grafengehaig. Der Outdoor Park Walberngrüner Gletscher sei eine Marke, die weit über die Grenzen über die Gemeindegrenzen hinaus ragt.

Die kommunale Verschuldung wurde dank der gewährten Stabilisierungshilfen des Freistaates in den letzten Jahren von 2,14 Millionen Euro auf aktuell 700000 Euro gesenkt und in den kommenden weiter runtergefahren. Die Zinslast ist nach den Worten Burgers von 100000 Euro auf 20000 Euro jährlich gefallen. "Ohne Markus Söder mit seinem Heimatministerium und die Unterstützung der Abgeordneten wäre es nicht gegangen. Unser Markt Grafengehaig wurde in den letzten Jahren mit 1,5 Millionen Euro unterstützt", verdeutlichte der Bürgermeister und betonte: Wir sind 100 Prozent Konsolidierungsgemeinde! Aktuell stehe der Straßenbau Weidmes-Guttenberger Hammer an, voran gebracht werden soll in interkommunaler Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden Marktleugast und Grafengehaig der Ausbau des Kernwegenetzes. Einiges herzurichten gebe es an der Klär- und Abwasseranlage Grafengehaig. Die zwei gekauften Horn-Häuser in der Ortsmitte sollen einer neuen Nutzung zugeführt werden. Die Feuerwehr Grafengehaig brauche ein neues Fahrzeug, das Gerätehaus Walberngrün eine Heizung und für die Löschgruppen Eppenreuth sowie Schlockenau sind Schutzanzüge anzuschaffen.

Im zurückliegenden Jahr wurden bei der Sportgemeinschaft und dem Gartenbauverein Gösmes-Walberngrün, der Feuerwehr Walberngrün, dem Posaunenchor Grafengehaig und Lotto Club Weidmes zahlreiche Jubiläen gefeiert. Dank zollte der Bürgermeister Margitta Hieke und Pfarrerin Heidrun Hemme für die Betreuung der Asylanten. Bewährt habe sich nach den Worten des Gemeindeoberhauptes der "Helfer von Ort" des Bayerischen Roten Kreuzes. Werner Burger sah hierin ein Stück Lebensqualität im Oberland. Mehr als die Hälfte der Einsätze erfolgten im Gemeindegebiet Marktleugast. Der Redner ging auch auf die Jugendwerkstatt "Die Schmiede" ein. Erfolgt ist bereits ein Kinoabend in der Frankenwaldhalle. Lob zollte Burger dem Strickkreis Grafengehaig um Inge Erhardt, die viel Geld für soziale Zwecke spende. Lobende Worte hatte er für die Erfolge des Kleintierzuchtvereines Grafengehaig auf Kreis- und Bezirks- und Landesebene übrig, richtungsweisend ist für die Zukunft war die Gründung des Fußball-Club (FC) Frankenwald durch den Sportverein Grafengehaig und die Sportgemeinschaft Gösmes-Walberngrün. Aus dem kulturellen Leben ragte das Kirchenkonzert am 4. Advent heraus. Erfolgscharakter habe das Nahversorgungsprojekt "Unner Lädla", zu dem die Bürger und Vereine stehen.

Ein großes Dankeschön zollte Bürgermeister Werner Burger den Vereinen und Verbänden sowie der Kirche und dem Kindergarten für die geleistete Arbeit und betonte: In Grafengehaig wird das Ehrenamt gelebt! Lob hatte er für die hohe Qualität der Grund- und Mittelschule Marktleugast parat, sehr gut laufe die Zusammenarbeit in der LQN-Initiative und Verwaltungsgemeinschaft. Letztere biete zum 1. September 2016 eine Ausbildungsstelle für eine/einen Verwaltungsfachangestellte/n.

Landrat Klaus Peter Söllner sah im Markt Grafengehaig ein Musterbeispiel für die gerechtfertigte Gewährung der Konsolidierungshilfe und werde sie auch weiterhin erhalten. Notwendig sei auch der anstehende Breitbandausbau mit einer staatlichen Förderung von 90 Prozent. Der Redner schaute auf ein hervorragendes Jahr 2015 für Grafengehaig und lobte: Hier wird eine sehr gute Arbeit geleistet. Seinen Respekt zollte Söllner dem Oberland für den guten Zusammenhalt und erbat sich "Macht weiter so!" Sorge bereitet dem Landrat mit Blick auf die nächsten Jahre das Problem der fehlenden Auszubildenden und sagte: "Es sind zu wenige junge Leute da, um die Ausscheidenden zu ersetzen."

Bilder vom Neujahrsempfang