Markt Grafengehaig

Markt Grafengehaig – Aktuelles

Bund fördert Breitbandausbau in Marktleugast und Grafengehaig

Zuschüsse aus dem Bundesprogramm fließen in unsere beiden Marktgemeinden für den weiteren Breitbandausbau.

Sie können die Weichen für den Glasfaserausbau in ihren Kommunen stellen: Gemeinsam mit Bundestagsabgeordneter Emmi Zeulner (Mitte) freuen sich (v. li.) die Bürgermeister Werner Burger (Grafengehaig), Franz Uome (Marktleugast), Harald Hübner (Neudrossenfeld), Ralf Holzmann (Rugendorf), Hermann Anselstetter (Wirsberg) und Siegfried Bayer (Presseck) über Förderbescheide aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur für Beraterleistungen zur Erstellung eines Masterplans. Foto: Susanne Kraus

Marktleugast und Grafengehaig können nun die Weichen für die Zukunft mit Highspeed-Internet stellen. Sie bekommen aus dem Bundesprogramm für den Breitbandausbau Zuschüsse für Beraterleistungen in Höhe von jeweils bis zu 50.000 Euro.

Bei einem gemeinsamen Termin mit weiteren Bürgermeistern konnte die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner die freudige Nachricht über die Förderung überbringen."Ich freue mich sehr, dass inzwischen sieben Kommunen aus dem Landkreis Kulmbach vom Bundesprogramm profitieren und dass bis auf eine Ausnahme auch alle anderen Kommunen aus dem Landkreis Kulmbach entsprechende Anträge gestellt haben. Ich hoffe sehr, dass auch sie bald positive Nachrichten aus dem BMVI bekommen", unterstreicht MdB Zeulner. "Leistungsfähiges Internet ist ein wichtiger Standortfaktor. Deswegen ist es mir ein großes Anliegen, dass bald alle Haushalte in meinem Wahlkreis mit schnellen Anschlüssen versorgt sind."

In Marktleugast mit seinen rund 3200 Einwohnern und 25 Ortsteilen sehen wir den Breitbandausbau nicht nur als dringend notwendige Maßnahme für den ländlichen Raum, sondern als eine Attraktivitätssteigerung des Standorts Marktleugast mit Blick auf Wirtschaft, Fremdenverkehr und Lebensqualität allgemein. Ziel ist ein flächendeckender Ausbau mit Glasfaser bis in jedes Haus", betont Erster Bürgermeister Franz Uome. Als Konsolidierungsgemeinde falle es der Kommune nicht leicht, größere Investitionen für den Breitbandausbau zu stemmen. "Umso wichtiger und äußerst bedeutsam war es, die Förderung von Bund und Freistaat in Anspruch nehmen zu können und somit den Breitbandausbau weiter zu realisieren", unterstreicht der Bürgermeister. Im Rahmen des Förderverfahrens hat der Markt Marktleugast eine interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Helmbrechts sowie den Märkten Grafengehaig und Stammbach geschlossen. "Dies hat zu erheblichen Synergieeffekten beigetragen."

Mit dem Breitbandprogramm des Landes Bayern werden die Ortsteile Marktleugast, Großrehmühle, Hermes, Hinterrehberg, Hohenberg, Mannsflur, Marienweiher, Neuensorg, Steinbach, Tannenwirtshaus und Traindorf mit 1377 Haushalten ausgebaut. Derzeit laufen die Restarbeiten in den beiden letzten Ortsteilen Marienweiher und Steinbach. Sie sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein. Nach dem Ausbau stehen im Erschließungsgebiet mindestens 30 MBit/s Downstream und mindestens 9 MBit/s Upstream zur Verfügung. Für einen Teil der Anschlüsse, je nach Entfernung zum Multifunktionsgehäuse, stehen mindestens 50 MBit/s Downstream und mindestens 10 MBit/s Upstream zur Verfügung. "Nach dem Ausbau mit Mitteln aus dem Landesprogramm werden noch viele "weiße Flecken" bestehen bleiben. Deshalb ist eine weitere Förderung notwendig", sagt Bürgermeister Uome.

Genauso wichtig ist eine Förderung für Grafengehaig, das mit seinen 887 Einwohnern in 28 Ortsteilen verteilt auf 21 Quadratkilometern ebenfalls Konsolidierungsgemeinde ist, stellt Bürgermeister Werner Burger heraus. Der Markt arbeitet beim Breitbandausbau interkommunal mit der Stadt Helmbrechts sowie den Märkten Presseck und Marktleugast zusammen. Im Rahmen des bayerischen Förderprogramms werden derzeit Grafengehaig, Eppenreuth, Grünlas, Horbach, Seifersreuth, Rappetenreuth, Schindelwald, Schlockenau, Vollauf, Vollaufmühle, Vordererb, Walberngrün, Weidmes, Weißenstein und Oberweißenstein mit 577 Haushalten ausgebaut. Fertigstellung soll Mitte September sein. Mit dem Obolus aus dem Bundesprogramm über 50.000 Euro soll ein Masterplan erstellt werden, der die weißen Flecken im Gemeindegebiet erfassen soll. "Im Augenblick stehen in Grafengehaig selbst Bandbreiten im Download 0,4 MBit/s - 6.0 MBit/s und im Upload 0,01 MBit/s - 0,6 MBit/s. zur Verfügung. In den Ortsteilen verringert sich die Bandbreite entsprechend gegen 0 MBit/s", klagt der Bürgermeister. Nach dem Ausbau stehen im Erschließungsgebiet mindestens 30 MBit/s Downstream und mindestens 9 MBit/s Upstream zur Verfügung, für einen Teil der Anschlüsse, je nach Entfernung zum Multifunktionsgehäuse, sogar 50 MBit/s Downstream und mindestens 10 MBit/s Upstream.

"Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für Wachstum, Innovation und die Sicherung von Arbeitsplätzen. Um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden, ist es absolut notwendig, dass mittelfristig ein Ausbau der Glasfaserinfrastruktur mit Gigabit-Geschwindigkeit erfolgt. Nur so können wir hierzulande konkurrenzfähig bleiben. Deswegen muss auch die Politik alles daran setzen, die digitalen Netze auszubauen. Es ist mir ein Herzensanliegen, die Kommunen in meinem Wahlkreis dabei zu unterstützen", versichert MdB Zeulner.