Markt Grafengehaig

Markt Grafengehaig – Aktuelles

Aus der Marktgemeinderatssitzung Grafengehaig vom 21.11.2016

EnergieCoaching Grafengehaig

Großes Einsparpotential vorhanden

Breiten Raum nahm bei der Gemeinderatssitzung des Marktes Grafengehaig am Montagabend im Rathaus die Vorstellung der Ergebnisse des erfolgten EnergieCoachings durch den Geschäftsführer der Energieagentur Nordbayern, Wolfgang Böhm ein. Die Kosten des EnergieCoachings werden innerhalb des Pilotprojektes zu 100 Prozent vom Freistaates Bayern getragen. Wie Böhm den Gremiumsmitgliedern berichtete wurden in Franken 160 kleinere Kommunen gecoacht. Davon 36 in Oberfranken, zu denen auch Grafengehaig zählt. Der Geschäftsführer sagte, dass jährlich sechs Millionen Kilowatt-Stunden an Strom im Markt Grafengehaig verbraucht werden. Der Weg führe weg von den fossilen Energien und das Ziel ist den Bedarf mit alternativen Möglichkeiten zu 100 Prozent vor Ort zu erzeugen. "Derzeit werden nur rund 14 Prozent durch Wasserkraft mit den Anlagen des Guttenberger Hammers sowie mit der Turbine von Alfred Weber in der Mehlthaumühle erzeugt. Theoretisch und auch praktisch könnte aber der gesamte Bedarf mit Biomasse und Photovoltaikanlagen vor Ort im Marktgemeindebereich produziert werden", erklärte der Energiefachmann.

Genauer hat Wolfgang Böhm bei einer Begehung und Messungen den Stromverbrauch anhand der kommunalen Liegenschaft "Unner Lädla" und den mit im Haus vorhandenen zwei Wohnungen untersucht. Er erklärte den Gremiumsmitgliedern ohne Umschweife, dass durch diverse Maßnahmen in Sachen Beleuchtung und Heizung eine hohe Einsparung durchaus möglich ist. Es könne so Stück für Stück der Verbrauch reduziert werden. Weiterhin bestehe die Möglichkeit über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Geschäfts- und Wohnhauses den halben Stromverbrauch selbst zu erzeugen. "Das ist absolut sinnvoll und ähnlich verhält es sich mit der Wasserversorgungsanlage des Zweckverbandes Walberngrüner Gruppe in Rappetenreuth", betonte Böhm. "Das Coaching hat sich gelohnt und das Sparpotential ist hoch", resümierte der Geschäftsführer. Er richtete zudem die Bitte an den Markt Grafengehaig bei einem möglichen Pilotprojekt zusammen mit weiteren elf Kommunen im Landkreis Kulmbach dabei zu sein.

"Das machen wir selbstverständlich gerne, denn wir haben soeben alle gehört, dass es unserer Gemeinde viel bringt. Ihr Vortrag war für uns alle sehr interessant und wir arbeiten gern mit daran, benötigten Strom alternativ zu erzeugen oder einzusparen, wo es geht und sinnvoll ist", sagte Bürgermeister Werner Burger.

Jahresrechnung 2015

Der Marktgemeinderat Grafengehaig hat in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig das Ergebnis der Jahresrechnung 2015 zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt die örtliche Prüfung durch den Rechnungsprüfungsausschuss zu veranlassen. Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit etwas über zwei Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit zirka 953000 Euro ab. Es entstand ein Sollüberschuss von rund 251000 Euro, der der allgemeinen Rücklage zugeführt wird.

Kostendeckende Abwassergebühren

Das Landratsamt Kulmbach hat den Markt Grafengehaig mit Schreiben vom 26. Oktober darauf hingewiesen, dass die kostenrechnende Einrichtung "Abwasserbeseitigungsanlage" nicht kostendeckend und teilweise sogar mit erheblichen Unterdeckungen betrieben wird. Nachdem zum 1. Januar 2017 eine neue Gebührenkalkulation ansteht, wird eindringlich an die Festsetzung kostendeckender Gebühren erinnert, gab Bürgermeister Werner Burger bei der Ratssitzung am Montagabend bekannt. Es wurde von der Aufsichtsbehörde auch darauf hingewiesen, dass die gewährten Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen unter der Auflage erteilt wurden, dass die Gebühren bei kostenrechnenden Einrichtungen kostendeckend festgesetzt werden. Es erging daraufhin der einmütige Ratsbeschluss: Der Marktgemeinderat Grafengehaig hat die Absicht ab dem Abrechnungszeitraum 2017 kostendeckende Gebühren für die Abwasserentsorgung zu erheben, welche sich aus der aktuellen Kalkulation ergeben.

Weiteres BHKW im Markt Grafengehaig

Da die Heizungsanlage in der Gemeindekanzlei Hauptstraße 19 bereits mehrfach ausgefallen ist und eine Reparatur nach Mitteilung der Firma Höllering aus Presseck aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Betracht kommt, muss demnächst ein Ersatz geplant werden. Um den näher zu treten schlug Bürgermeister Werner Burger am Montagabend vor ein Konzept zu erarbeiten, um mit einem weiteren Blockheizkraftwerk (BHKW), wie es in der Frankenwaldhalle ja bereits mit erfreulich guten Werten betrieben wird, neben dem Rathaus auch die angrenzenden beiden Häuser des "Lädla" und "Wirtshauses" zu versorgen. Beide Häuser befinden sich auch im Besitz der Oberlandgemeinde.

700 Jahre Grafengehaig - Gründung einer Arbeitsgruppe

Bürgermeister Werner Burger wies am Montagabend auf die erste urkundliche erwähnte Namensgebung für Grafengehaig 1318 hin. Mit dieser wurde das castrum Wildenstein mit seinen dazugehörigen Ortschaften vom Bamberger Bischof Wulving von Stubenberg an Nikolaus von der Grün verkauft. "Der Markt Grafengehaig kann also im Jahr 2018 auf ein 700-jähriges Bestehen zurückschauen. Dieses Jubiläum sollte nicht nur Anlass zum Feiern sein, sondern den Markt Grafengehaig mit all seinen Stärken darstellen", betonte das Gemeindeoberhaupt. Burger machte auch deutlich, dass sich die wunderschöne waldreiche Umgebung bei vielen Gästen und Besuchern großer Beliebtheit erfreut. Deshalb sollte der 700-jährige Geburtstag für Grafengehaig und seine Gäste ein unvergessliches Erlebnis und das ganze Jahr 2018 mit vielen Veranstaltungen begleitet werden.

Werner Burger nahm dazu auch gleich den gesamten Marktgemeinderat in die Pflicht aktiv an der Gestaltung des Jubiläumsjahres 2018 mitzuwirken. Einmütig pflichteten die Gremiumsmitglieder dem zu, um das 700-jährige Jubiläum von Grafengehaig im Jahr 2018 gemeinsam zu planen und aktiv zu begleiten. In die Arbeitsgruppe sollen zudem noch weitere kompetente Frauen und Männer eingebunden werden, um zu überlegen was gemacht werden kann und umsetzbar ist. 2. Bürgermeister Volker Kirschenlohr schlug gemeinsam mit Burger drei größere Veranstaltungen wie einen Mittelaltermarkt, Konzert in der Heilig-Geist-Kirche und Festabend in der Frankenwaldhalle vor. Der 1. Bürgermeister wünschte sich, dass auch die VG-Verwaltung in Sachen Organisation mit dabei ist. Auch wird dieses große Ereignis sicherlich Thema der Grafengehaiger Bürgerversammlung sein, die am Freitagabend, 25. November ab 19 Uhr in der Frankenwaldhalle stattfindet.

Sitzungsplan 2017

Der Sitzungsplan 2017 des Marktgemeinderates sieht für das kommende Jahr neun monatliche Termine vor, ausgenommen sind nur der Februar, August und Dezember.

Bürgerversammlung

Die Bürgerversammlung des Marktes Grafengehaig mit all seinen Ortsteilen findet am Freitag dieser Woche in der Frankenwaldhalle statt. Beginn ist 19 Uhr. Das Gemeindeoberhaupt Werner Burger lud alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zum Kommen ein.

Flächendeckender Breitbandausbau

Die beschlossene Breitbanderschließung im Rahmen des Förderprogramms des Freistaates Bayern für den Markt Grafengehaig durch die Telekom Deutschland wird nach der in den kommenden Tagen stattfindenden gemeinsamen Trassenbegehung im kommenden Jahr 2017 erfolgen, erklärten gemeinsam Bürgermeister Werner Burger und VG-Geschäftsstellenleiter Michael Laaber bei der Ratssitzung am Montagabend. Und auf dem Ratstisch lag bereits das nächste Förderprogramm der Bundesregierung. Im Jahr 2030 soll bis an jeden Schreibtisch Glasfaser liegen und um das zu bewältigen fördert der Bund die Erstellung eines digitalen Masterplanes für den flächendeckenden Glasfaserausbau in den Kommunen zu 100 Prozent. Der Förderantrag für die hierfür nötigen Planungs- und Beratungsleistungen in voller Höhe bis zu 50000 Euro muss aber bis zum 31. Dezember 2016 gestellt werden. Einstimmig beantragte der Marktgemeinderat am Montag die Zuwendung laut der Richtlinie zur Förderung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland vom 22. Oktober 2015.

Sonderförderprogramm für Nordbayern

Bürgermeister Werner Burger gab am Montag noch bekannt, dass das Bayerische Kabinett beschlossen hat, dass der Landkreis Kulmbach in das Sonderförderungsprogramm für Stadt- und Ortskerne in Nordbayern mit aufgenommen wurde. Städtebauförderungs- und Dorferneuerungsmaßnahmen werden damit zu 90 Prozent bezuschusst. Hierzu zählen die Modernisierung und Instandhaltung leerstehender Gebäude genauso wie deren Abbruch.

Weitere 150000 Euro Stabilisierungshilfe

Erfreut gab Werner Burger am Montagabend noch bekannt, dass die Marktgemeinde Grafengehaig heuer eine weitere Stabilisierungshilfe in Höhe von 150000 Euro vom Freistaat Bayern erhält. Insgesamt sind dann damit 1,55 Millionen Euro vom Freistaat an die Oberlandgemeinde geflossen, wofür sich der Bürgermeister mit den Worten "Diese Gelder haben uns unheimlich geholfen!" bei der Staatregierung und speziell bei Finanz- und Heimatminister Markus Söder bedankte. Burger betonte, dass der Markt Grafengehaig das dazugehörende Konsolidierungsprogramm buchstäblich lebt. Weitere mögliche Mittel sollen auch in den nächsten Jahren beantragt werden.

Feuerwehr Grafengehaig bekommt neues Mehrzweckfahrzeug

Im nichtöffentlichen Sitzungsteil vergab der Marktgemeinderat noch den Auftrag zum Kauf für das neue Mehrzweckfahrzeug MZF der Feuerwehr Grafengehaig an die Firma Brandschutztechnik Görlitz GmbH zum Angebotspreis von knapp 53000 Euro. Unter Ausnutzung aller Fördermöglichkeiten verbleiben die Restkosten von 16700 Euro beim Markt Grafengehaig.

Dank für konstruktive Zusammenarbeit

Da am Montag die letzte Grafengehaiger Marktgemeinderatssitzung in diesem Jahr war bedankte sich Bürgermeister Werner Burger bei allen Ratsmitgliedern für die konstruktive Zusammenarbeit und sagte: "Wir wollen und werden auch im neuen Jahr 2017 wieder einiges zusammen auf den Weg bringen." 2. Bürgermeister Volker Kirschenlohr gab im Namen des Rates den Dank postwendend an Burger zurück. Er lobte die vorbildliche Arbeit des Gemeindeoberhauptes und sein eingebrachtes persönliches Engagement zum Wohle aller. Ein Dankeschön richtete Kirschenlohr ebenso an die Mitarbeiter der VG-Verwaltung um Geschäftsstellenleiter Michael Laaber.