Markt Grafengehaig

Markt Grafengehaig – Aktuelles

Aus der Marktgemeinderatssitzung Grafengehaig vom 27.04.2017

Die energetische Teilsanierung der Frankenwaldhalle beginnt. Dank 90 % Zuschuss vom Freistaat Bayern können die notwendigen Investitionen vorgenommen werden.

Gedenken an Altbürgermeister Fritz Schramm

Eingangs der Sitzung erhoben sich Bürgermeister und Ratsmitglieder zu einem ehrenden Gedenken für den verstorbenen Altbürgermeister und Ehrenbürger des Marktes Grafengehaig, Fritz Schramm. "Der Markt Grafengehaig verliert mit Fritz Schramm einen herausragenden, engagierten und hoch geachteten Kommunalpolitiker, der durch Tatkraft, Bürgernähe und Menschlichkeit überzeugte. Seine Durchsetzungs- und Überzeugungskraft hat er stets zum Wohle seiner Heimat eingesetzt und sich mit ganzem Herzen engagiert. Er hat die positive Entwicklung von Grafengehaig entscheidend mit vorangetrieben. Tradition und Fortschritt hat er verbunden und dabei den Menschen in den Vordergrund gestellt. Sein unermüdliches Engagement auch für viele Vereine und Organisationen, für die er sich ehrenamtlich und in aufopfernder Weise einsetzte, wird uns sehr fehlen. Er führte ein Leben für seine Mitbürgerinnen und Mitbürger. Fritz Schramm wurde am 28. Mai 2008 die höchste Anerkennung des Marktes Grafengehaig, das Ehrenbürgerrecht, verliehen. Er hat sein Lebenswerk erfüllt. Wir werden ihn nicht vergessen", sagte Werner Burger.

Die energetische Sanierung der Grafengehaiger Frankenwaldhalle beginnt/Gemeinderat vergibt Aufträge im Gesamtwert von 388.000 Euro

Im Vordergrund der Grafengehaiger Marktgemeinderatssitzung stand die Auftragsvergabe der energetischen Sanierung und des barrierefreien Eingangs der Frankenwaldhalle. Die Gerüstarbeiten erledigt die Firma Kellner & Bär, Stadtsteinach, zum Preise von 14.335 Euro. Mit der Flachdachsanierung wurde das Unternehmen Cherbiat aus Kulmbach zum Angebotspreis von 230.462 Euro beauftragt und die Betonsanierung ging zum Preis von 72.753 Euro an die Firma Gerhard Wich, Marktrodach. Den Auftrag für den Blitzschutz erhielt die Firma Karl Mattis, Kulmbach, für 12.546 Euro. Die Putz- und Malerarbeiten vergab der Gemeinderat zum Preise von 14.221 Euro an die Firma Näther, Thurnau. Die Tischlerarbeiten macht die Firma Hildner aus Reichenbach für 8.229 Euro, Fliesenarbeiten das Unternehmen Sollecito aus Ramsenthal für 6.732 Euro, Elektroarbeiten die Firma Schneider, Neuenmarkt, für 4.468 Euro und Trockenarbeiten die Firma Ebbinghaus aus Bayreuth für 8.520 Euro. Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator ist das Unternehmen Thurn Sicherheitstechnik München für 1.418 Euro.

Auch mit vergeben wurde die Erneuerung der Zaunanlage am Kindergarten Eppenreuth zum Preise von 8.328 Euro an die Firma Weber, Kasendorf. Der Auftrag für die Erneuerung der Nebentür an der Gemeindekanzlei Grafengehaig ging an die Schreinerei Hildner aus Reichenbach für 1.550 Euro und den neuen Boden einschließlich eines Lamellenvorhanges im Bürgermeisterzimmer übernimmt die Firma Geyer, Kulmbach, zum Preis von 4.852 Euro.

Eckdaten Haushalt 2017 und Fortführung des Haushaltskonsoldierungskonzeptes

Die Vorberatung des kommunalen Haushaltes 2017 war zweiter Hauptpunkt bei der Grafengehaiger Gremiumssitzung. Die VG-Kämmerin Mandy Knarr stellte den Gremiumsmitgliedern die Ansätze des Verwaltungs- und Vermögensetats vor. Die wichtigsten Einnahmepositionen sind die Grundsteuern A und B mit 115.000 Euro, Gewerbesteuer 79.000 Euro, Einkommensteuerbeteiligung 349.000 Euro, Umsatzsteuerbeteiligung 33.000 Euro, Einkommensteuerersatz 27.000 Euro und Schlüsselzuweisungen 473.000 Euro. Die größten Ausgabeposten sind die Kreisumlage mit 370.000 Euro und VG-Umlage mit 158.000 Euro. 45.000 Euro sind für die Erstellung des Kanalkatasters und 50.000 Euro für den Breitband-Masterplan notiert. Die Zinsbelastung sank auf knapp über 16.000 Euro. Dem Vermögenshaushalt werden 102.000 Euro zugeführt. Die Schulden des Marktes Grafengehaig sanken zum Jahresende 2016 auf 602.000 Euro. Damit beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung bei 887 Einwohnern 678 Euro und liegt somit noch um 25,5 Prozent über dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden von 542 Euro.

Der Vermögensetat 2017 schließt mit einem Gesamtvolumen von 2,2 Millionen Euro ab. Die größten Einnahmepositionen sind 175.000 Euro für den Straßenbau Hetzenhof, 765.000 Euro KIP-Förderung für die Frankenwaldhalle, 672.000 Euro für den Breitbandausbau, 308.000 Euro an Rücklagenentnahme, 12.000 Euro für den Grunderwerb in Eppenreuth und 22.000 Euro Förderung von der Regierung von Oberfranken sowie den Landkreis Kulmbach für die Neuanschaffung des Mehrzweckfahrzeuges der Feuerwehr. Größte Ausgabeposten sind die energetische Sanierung und der barrierefreie Eingang der Frankenwaldhalle mit 966.000 Euro und 750.000 Euro für den Breitbandausbau. 53.000 Euro kostet das neue Mehrzweckfahrzeug der Grafengehaiger Wehr. 60.000 Euro sind für die Sanierung der Abwasseranlage Feuerwehr-Gerätehäuser vorgesehen. Für die Straßenbaumaßnahme Hetzenhof sind 105.000 Euro und die Ertüchtigung der Kläranlage Grafengehaig 65.000 Euro eingestellt. Für die Gasversorgung Eppenreuth sind 66.000 Euro an Kosten eingeplant. 15.000 Euro kostet der neue Zaun für den Kindergarten Eppenreuth. Der Gebäudeerwerb in Grafengehaig und Eppenreuth kostet 43.000 Euro. Kredite werden in Höhe von 86000 Euro getilgt.

"Wir haben uns im Rat mit dem Haushaltsentwurf sehr genau befasst und die Etats nach bestem Wissen und Gewissen aufgestellt. Gespart wird wo es möglich ist. Ich bedanke mich bei allen für die Mitarbeit und das gemeinsame Ziehen an einem Strang", sagte Bürgermeister Werner Burger. Der Markt Grafengehaig sei mit der Schuldenrückführung durch die erhaltenen Stabilisierungshilfen vom Freistaat Bayern auf einem guten Weg und könne nun einen gewissen Investitionsstau aufarbeiten. Auch heuer werde die Oberlandgemeinde wieder Stabilisierungshilfe beantragen. Sehr gut arbeite die mit dem Breitbandausbau von der Telekom beauftragte Firma mit ihren sechs Bautrupps. Burger freute sich auch über den bereits eingegangenen Förderbescheid über 50.000 Euro aus dem Bundesprogramm. Das Gemeindeoberhaupt betonte zufrieden: "Und mit der weiteren Rücklagenentnahme in Höhe von 308.000 Euro kann der Eigenanteil für die Sanierung der Frankenwaldhalle und weitere Investitionen finanziert werden. Eine Kreditaufnahme ist nicht erforderlich."

Einmütig nahm der Marktgemeinderat das erstellte Haushaltskonsolidierungskonzept zur Kenntnis und beschloss die Umsetzung sowie Weiterführung. Ein Dankeschön Burgers galt der VG-Kämmerin Mandy Knarr für ihre Arbeit.

Anschaffungen für das neue Mehrzweckfahrzeug

Den Auftrag für die Lieferung der notwendigen Beladung für das neue Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Grafengehaig ging zum Angebotspreis von 1.851 Euro an die Firma Ludwig Feuerschutz in Bindlach. Weiter werden Funkgeräte und Einbauten für die Neuanschaffung in Höhe von zirka 6.000 Euro benötigt, dem die Ratsmitglieder zustimmten.

Aufstellung des Bebauungsplanes "Oberweißenbach West"

Keine Einwände oder Bedenken machte der Grafengehaiger Rat zur Aufstellung des Bebauungsplanes "Oberweißenbach West" durch die Stadt Helmbrechts geltend.

Verschiedenes, Anfragen, Bekanntgaben

Jugendsprecher Manuel Narr sagte, dass die von der "Schmiede" angebotene zweite lange Kinonacht in der Frankenwaldhalle gut besucht war. Zudem bedankte er sich beim Team des SV Grafengehaig für die Bewirtung. Bürgermeister Werner Burger lobte die Durchführung und investierte Arbeit zusammen mit den zwei weiteren Jugendsprechern Irina Klier und Michael Schramm aus Marktleugast, was auch von den jungen Leuten anerkannt werde.

VG-Geschäftsstellenleiter Michael Laaber ging noch auf die Einführung eines elektronischen Ratssystems ein. Der Marktgemeinderat Marktleugast stehe dem aufgeschlossen gegenüber und die Verwaltung arbeite daran. Auch die Grafengehaiger Ratsmitglieder zeigten sich nicht abgeneigt.